Die Zukunft des Commerce

Schon lange wird vermutet, dass die Unterteilung in On- und Offline in naher Zukunft verschwinden wird. Also Online-, Offline-, Noline-Commerce?

Noline-Commerce ist keinesfalls ein Tippfehler.Es beschreibt den aktuellsten Ansatz im Mehrkanalvertrieb, also die Verschmelzung von mehreren Vertriebskanälen in ein einheitliches Verkaufserlebnis.
Das Ziel dabei ist, dass der Kunde überall dieselben Informationen erhält und gar nicht merkt, welchen Kanal er gerade benutzt. Heute ist online sowieso die Regel – ganz egal ob über den PC am Schreibtisch, ob man Serien über Netflix auf dem TV sieht oder die Wohnung auf dem Weg nach Hause schon einmal vorheizt. Wir sind vernetzt, aber wie genau, weiß niemand – Hauptsache es klappt!

Verknüpfung als Normalzustand

Ständig wechseln wir von einem Kanal in den anderen. Im Laden vergleicht man gleichzeitig ob man nicht ein günstigeres Angebot für die Tasche im Internet findet. Du willst deiner Tante ein Foto zum Geburtstag schicken? – Schnell ausdrucken.
Die Verknüpfung zwischen den verschiedenen Medien und Kanälen werden immer größer und die Grenzen immer unbewusster.

Wir sind immer und überall online – das wirkt sich nicht nur auf unser Kommunikation und unsere Informationswege aus, sondern selbstverständlich auch auf unser Einkaufsverhalten.

Dabei interessiert es uns aber nicht über welchen Kanal genau wir bestellen.
Ist also der Online-Handel ein aussterbender Begriff und der E-Commerce stirbt aus?
Nein – aber E-Commerce lässt sich nicht mehr vom Rest des Commerce trennen. Endverbraucher nehmen den Unterschied zwischen on- und offline schon gar nicht mehr wahr, weshalb auch die Grenzen der Unternehmer langsam schwinden sollten.Dies zeigt sich dadurch, wie erfolgreich Unternehmen sind, die den Online-Handel lediglich als einen Teil von vielen sehen und sich nicht nur auf den Online-Shop beschränken. Zu online gehört so viel mehr – wie bspw. Facebook, Instagram, Twitter oder auch eBay.

Spreche die Kunden an

Jeder kann auf den ganzen Social-Kanälen antreffbar sein, sie jedoch richtig zu nutzen und miteinander zu verknüpfen ist eine viel gewinnbringendere Aufgabe.
Die Zukunft gehört den Unternehmen, die die Kunden dort abholen, wo sie gerade sind und sich nicht auf einen Kanal festlegen!
Nutze also die Kanäle, die auch deine Kunden nutzen, auch wenn sie in diesen hin und her wechseln und das ganz egal ob das nun on- oder offline ist.

Es wird Zeit umzudenken!

Das ist ja alles schön und gut – doch wie setzt man das um?

Zunächst benötigt man eine übergreifende Digitalisierungsstrategie, die alle Kanäle als gleichwertig behandelt und sie gemäß ihrer Stärken und Schwächen einsetzt. Solang du als Händler die Kanäle nicht zusammenhängend und übergreifend betrachtest, werden dir die Kunden und die Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein.