Ein Jahr nachdem die neuen Regeln für Online-Käufe in Kraft getreten sind, ziehen Verbraucherschützer und Händler eine erste Bilanz.

Damit auch du weißt, was eventuell noch abgeändert werden muss in deinem Shop, haben wir hier eine kurze Zusammenfassung.

Doch zuerst zu den neuen Richtlinien

Diese sollen Verbraucher verbessert vor versteckten Kosten und Klauseln schützen, wie z.B. den Kunden mindestens eine kostenlose Zahlweise zur Verfügung zu stellen.

Sämtliche Zusatzleistungen, die extra kosten dürfen auch nicht mehr mit einem Häkchen vorausgewählt sein.Die Anforderungen wurden ziemlich schnell von den meisten Anbietern auf ihren Internetseiten übernommen und akzeptiert.

Die Zertifizierungsstelle Trusted Shops, welche Gütesiegel an Online-Händler vergibt, bezeichnet die Reform als gelungen.
Der Handelsverband Deutschland kann dem hingegen nicht ganz zustimmen, er hält die Vorgaben für „praxisfern und nicht rechtssicher umsetzbar“.Diese Behauptung begründen er mit dem Beispiel, dass der Händler nun für die Widerrufsbelehrung, welche er dem Kunden vor Bestellung zu Verfügung stellen muss, aus verschiedenen Varianten auswählen muss.

Das würde das Risiko mit sich tragen, dass diese nicht individuell zur Lieferung passen würde und die Händler der Gefahr laufen zum Opfer von Abmahnanwälten zu werden.Zertifizierte Online-Händler waren allerdings der Ansicht, dass Kunden sowie Händler gleichermaßen profitieren würden.

Von 120 Händlern, welche an einer Umfrage von Trusted Shops teilnahmen, waren nur 17 Prozent der Meinung dass die neuen Regeln negative Auswirkungen auf das Geschäftsmodell hätten.