SUPR Rechtstipp – Bilder richtig verwenden

Ein Onlineshop ohne Bilder – undenkbar, denn Bilder sind ein Muss für deinen Onlineshop, um attraktiv, professionell und kompetent für deine Kunden zu sein.

Für Bilder gibt es zahlreiche Online-Bilddatenbanken, wo du preiswerte, aber auch kostenlos Fotos findest. Hierzu gehören beispielsweise Pixelio, Aboutpixel, Fotolid und Co. Die Auswahl ist riesig und doch solltest du Vorsicht walten lassen.

Hast du dich schon über die Lizenzbedingungen informiert? Kennst du die Bedeutung des Wortes „lizenzfrei“? Wie musst du den Urheber nennen und wie muss die Quellenangabe bei der Verwendung von Bilder aussehen?

Bedenke, dass bei dem Fehlen einer Urheberbenennung, beim falschen Zitieren oder bei einer Weiternutzung über die Lizenz hinaus teure Abmahnungen drohen. Die Abmahnungen versenden nicht nur die Firmen selber, wie z.B. Getty Images, sondern auch beauftragte Rechtsanwaltskanzleien, die auf das Gebiet spezialisiert sind. 

Wir möchten dich als SUPR Shopbetreiber für dieses Thema sensibilisieren, um dir die hohen und völlig unnötige Kosten zu ersparen!

Wir geben dir nachfolgende Hilfestellungen, worauf du bei der Verwendung fremder Fotos in deinem Onlineshop achten solltest. Wenn man einige wenige Tipps & Tricks beachtet für die Nutzung von fremden Bildern, dann kannst du dich gut vor solch bösen Überraschungen schützen.

1. Wem gehören eigentlich die Fotos?

No.1 Regel: Verwende keine fremden Bilder ohne die Zustimmung des Rechteinhabers. Du machst dich strafbar.

Widerstehe dem Verlangen einfach auf copy&paste zu gehen bei Bildern, denn dies kann teuer werden. Große Unternehmen durchsuchen täglich das Internet nach der unlizensierten Verwendung Ihrer Bilder und senden Mahnung raus an die Personen, welche die Bilder ohne Lizenz verwenden.

Frage den Anbieter nach den Nutzungsrechten, damit du die Bilder verwenden darfst. Sollte der Anbieter nicht der Urheber sein, dann solltest du unbedingt in Erfahrung bringen, ob der Anbieter überhaupt eine Berechtigung für die Bilder hat. Bitte verlasse dich nicht auf Aussagen, wie „der wird das schon erlauben“. Hole dir immer eine schriftliche Zustimmung des Urhebers für das Foto, welches du verwenden möchtest, und den konkreten Nutzungsumfang ein.

Denn sollte es zum Streitfalle kommen, dann musst du nachweisen, das ein Nutzungsrecht vorliegt.

2. Kann ich fremde Fotos bearbeiten oder auch verändern?

Es ist empfehlenswert sich über die Nutzungsberechtigung konkret zu informieren und gegebenenfalls sich mit dem Inhaber abzusprechen. Beachte, dass auch die preiswertesten Lizenz-Angebote eine Beschränkung enthalten bspw. auf die rein private Nutzung oder auch auf eine Zeitbegrenzung. Solltest du diese Bilder auf einer rein gewerblichen Webseite einstellen, dann begehst du eine Urheberrechtsverletzung.

Achtung! „lizenzfrei“ heißt nicht automatisch kostenlos und auch nicht, dass es unbeschränkt nutzbar ist!

3. Bin ich gezwungen einen Copyright-Vermerk bei fremden Fotos anzubringen?

Ja außer es gibt eine Ausnahmeregelung! Nach § 13 Satz 1 des Urheberrechtsgesetzes gilt folgendes:
„Der Urheber hat das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft am Werk. Er kann bestimmen, ob das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen und welche Bezeichnung zu verwenden ist.“ Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der Nutzer eines Fotos, welches nicht ihm gehört, verpflichtet ist den Rechteinhaber/Urheber kenntlich anzugeben. 

Nur im Falle, das der Urheber auf die Nennung auf dem Bild verzichtet (Ausnahmeregelung), darf der Verwender des Bildes auf die kenntliche Nennung verzichten.

Insgesamt gilt, dass das deutsche Recht besagt, dass nur der Name des Urhebers angegeben werden muss.

4. Was passiert, wenn ich nicht herausfinden kann, wer der Urheber ist?

Wir empfehlen das Bild dann besser nicht zu verwenden. Denn das Gesetz besagt, dass das Risiko für einer Rechtsverletzung der Verwender der geschützten Werke trägt.
Du als Verwender bist dazu verpflichtet, dich über die Verwendung zu vergewissern, dass du das fremde Fotomaterial überhaupt verwenden darfst.

5. Fazit

Der Respekt für das Eigentum an körperlichen Gegenständen lässt sich gleichsetzen mit dem Respekt an digitalen Bildern. Setze dich unbedingt mit dem Rechteinhaber in Verbindung und informiere dich über den Umfang der Nutzungsbedingungen.

Solltest du dir nicht sicher über die Verwendung des fremden Bildes in deinem Onlineshop sein, dann fertige ein eigenes an. Dies kann dir großen Ärger ersparen und vor allen Dingen Kosten. Auch eine Entschuldigung des Unwissens über den Urheber vor dem Richter wird dir nicht helfen, denn dies lässt er nicht gelten.

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